Donnerstag, 6. Juni 2013

Meine ersten PIXI Bücher - Ein echter Leckerbissen für alle Vintage Eltern!




 Wer seinen kleinen Liebling in einem alten Kinderwagen aus rotem Lack oder Jeansstoff spazieren fährt und in Second Hand Läden immer auf der Suche nach original Baby und Kinderklamotten aus den 70er Jahren ist, kommt an diesen 18 PIXI Büchern mit absolutem Kultstatus nicht vorbei. Sie gehören zu der Serie „Meine ersten PIXI Bücher“. Eigentlich sind die weltbekannten kleinen Bücher ja für 2-6jährige Kinder konzipiert. Ende der 70er Jahre wollte der Carlsen Verlag jedoch eine weitere Zielgruppe anvisieren: Kleinkinder im Alter von 9 bis 24 Monate. Die Edition enthält dementsprechend ausschließlich Fotos und keinen Text. Insgesamt erschienen drei Serien.
"Meine ersten PIXI-Bücher" weichen auch von den normalen Maßen ein klein wenig ab: die Größe (10 x 10 cm) bleibt auch hier. Jedoch findet man statt 24 "nur" 12 Seiten vor. Die Seiten sind keine normalen Papierseiten, sondern etwas stärker. Also ideal für die Allerkleinsten. Die normalen PIXIS beginnen regulär auf der ersten Seite mit dem Titel, Angabe von Zeichner und Texter und einer mögliche Eintragung für den Besitzer des Buches.
Hier ist es völlig anders. Das Buch steigt direkt beim Wesentlichen ein: den Bildern. Auf schlichten Fotos (unter anderen von den Fotografen Lars Wik und Hans und Pylle Søndergård) werden Dinge gezeigt, die das Kind aus seiner alltäglichen Umgebung kennt. Es gibt nichts, was den Blick auf die Fotos und Zeichnungen stören könnte. Es ist alles klar gegliedert und deutlich dargestellt. Da das Buch nur wenige Seiten enthält, dauert das Anschauen und das Beschäftigen allgemein nicht allzu lange. So das den Kindern auch nicht langweilig wird.
Alle Bücher sind wunderbar und sehr zu empfehlen, aber besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Jahreszeiten Bücher aus der 2.Serie.
In dem Buch „Im Frühling“ geht es beispielsweise um das Thema „Spielen im Freien“. Auf der linken Seite ist ein Dreirad auf einer Wiese zu sehen. Auf der rechten Seite sieht man das gleiche Szenario - mit dem Unterschied, dass jetzt ein Kind auf dem Dreirad sitzt. Mit den Spielgeräten Schaukel, Rutsche, Bollerwagen und Ball wird ebenso verfahren. Eine gleichsam einfache wie sehr wirkungsvolle Idee.




Die Bücher fördern die sprachliche Entwicklung des Kindes und das Verständnis für seine Umwelt. Zu den Bildern können eigene Geschichten ausgedacht und erzählt werden. Für die Eltern besteht sicherlich ein besonderer Spaß darin, die typischen 70er Jahre Kleider und Spielzeuge wieder zu entdecken, die man früher selbst getragen und mit denen man selbst einmal gespielt hat. Ein Foto von Mama oder Papa im Kleinkindalter wird sich wahrscheinlich nur wenig von den Bildern im Buch unterscheiden und sicher für Erheiterung in der ganzen Familie sorgen. Schade, dass diese Serie nicht mehr aufgelegt wird. Sie ist jedoch in Antiquariaten oder in Internet Auktionen problemlos zu bekommen.

 Serie 1 (1. Aufl. 1978)
Ich spiele, Ich bade, ich esse, Ich gehe schlafen, Ich bin zu Hause, Ich ziehe mich an 
Serie 2 (1. Aufl. 1979)
Im Frühling, Im Sommer, Im Herbst, Im Winter, Wir spielen zuhause, wir spielen zusammen
Serie 3 (1. Aufl. 1981)
Ich male mich, Ein schöner Tag, Was spielen wir?, Was sagt der Hund?, Was ist darin?, Alle bringen was mit

Carlsen Verlag, Reinbek bei Hamburg

Dienstag, 4. Juni 2013

Alte Bilderbücher Schneewittchen und die 7 Zwerge aus den 70er Jahren

Hier dreimal die gleiche Szene aus den verschiedenen Büchern. Besonders lustig finde ich die junge, hübsche "böse Stiefmutter" mit Brille

altes Papp Bilderbuch aus dem Pestalozzi Verlag, 70er Jahre

altes Papp Bilderbuch aus dem S&S Bilderbuchverlag, 70er Jahre

Pixi Buch, Carlsen Verlag, 1969


Das vierte ist übrigens eine alte Keramik Kachel aus Italien

Montag, 3. Juni 2013

"Das Leuchten im Stein" von Paula Fox

 
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1995
Dieses Buch erzählt die Geschichte des kleinen Justin. Er lebt mit fünf Geschwistern und seinen Eltern in einem alten Farmhaus. Aber Justin ist anders als seine Geschwister. Er ist sehr sensibel, nachdenklich und ängstlich. Er fürchtet sich nicht nur vor den Hänseleien seiner Geschwister, sondern zum Beispiel auch vor Gegenständen im Haus: Vor den vielen dunklen Winkeln, Ecken und Schränken. Ganz besonders fürchtet sich Justin jedoch vor dem blauen Mansardenzimmer und einer Quelle im Garten.
Justin mochte das Dachgeschoß überhaupt nicht, vor allem wegen der blauen Mansarde gleich gegenüber von der Rumpelkammer...Die Wände und die Decke waren in solch grellem Blau gestrichen, dass Justin das Gefühl hatte, das ganze Zimmer kreischte ihn an, wenn er bloß hineinschaute.
Justin hat sehr viel Phantasie. Er macht sich über alle Dinge Gedanken und malt sich immer das Schlimmste aus. Sein "Anderssein" wird auch dadurch deutlich, dass er durch die vielen unterdrückten Ängste völlig emotionslos und versteinert geworden ist. Seine Geschwister nennen ihn "Steingesicht". Die englische Originalausgabe trägt daher den Titel: the stone faced boy. Justin leidet sehr darunter und es ist sein größter Wunsch, wieder Emotionen zeigen zu können. Aber es gelingt ihm nicht. Er fühlt sich in sich selbst gefangen. Eines Tages bekommt die Familie Besuch von einer alten Tante. Diese Tante Harriet ist die erste Person, die sofort merkt, dass mit Justin etwas nicht stimmt. Sie behandelt ihn anders als seine Geschwister und schenkt ihm einen Stein - als Symbol für Stärke und Kraft. Justin muss für Tante Harriet sein Zimmer räumen - und die Nacht in der blauen Mansarde verbringen. Er fühlt sich allein und verlassen und hat furchtbare Angst. In der Nacht kommt seine kleine Schwester Serena, die Justin von allen seinen Geschwistern am liebsten mag, zu ihm. Sie fleht ihren Bruder an, nach ihrem Hund zu suchen, der weggelaufen ist. Justin schaudert schon bei dem Gedanken an den dunklen Garten und die gefährliche Quelle. Aber nichts kann schlimmer sein, als die Nacht allein in der blauen Kammer zu verbringen. Also nimmt er allen Mut zusammen und macht sich auf die Suche. Tatsächlich wagt Justin sich Schritt für Schritt in den dunklen Garten vor. Oftmals glaubt er, seiner Angst zu erliegen und will umkehren. Aber dann denkt er an Serena, die ihrem älteren Bruder vertraut und hoffnungsvoll auf ihn wartet. Außerdem hat Justin den Stein bei sich, der ihm auf seltsame Weise Kraft zu schenken scheint. Und so gelingt es ihm tatsächlich, den Hund zu finden und zu seiner Schwester zurückzubringen. Auf dem Rückweg hat Justin schon wesentlich weniger Angst. Alles was ihn auf anfangs erschreckt hat, erscheint ihm nun weniger furchteinflößend. Zuhause erkennt jedoch nur seine Tante, was es für Justin bedeutet hat, diesen "Nachtspaziergang" zu machen. Sie weiß, dass Justin einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, und sie vermittelt ihm, dass sie sehr stolz auf ihn ist.
Du musst Angst gehabt haben. Wie oft hast du daran gedacht, einfach kehrtzumachen und heimzulaufen und Serena irgendeine Geschichte zu erzählen. Aber du bist nicht ohne den Hund zurückgekommen. Du hast Serena keine Geschichte erzählt. Vergiss das nicht. Ich werd's nicht vergessen.
Obwohl das Buch nicht aus der Ich - Perspektive erzählt wird, werden alle Gedanken und Gefühle von Justin genau beobachtet und sehr detailliert und feinfühlig beschrieben. Paula Fox, die übrigens vor wenigen Wochen ihren 90. Geburtstag gefeiert hat, ist eine großartige Beobachterin. Kinder in problematischen Situationen sind das Hauptthema ihrer Kinderbücher. Leider wurden viel zu wenige ihrer Kinder und Jugendbücher ins deutsche übersetzt. Es lohnt sich aber auch, die englischen Originale zu lesen. Wer etwas mehr über das aufregende Leben von Paula Fox erfahren möchte, dem empfehle ich: „Die vielen Leben der Paula Fox“ von Bernadette Conrad. Ein sehr einfühlsamer und spannender Lebensbericht – erschienen im Verlag CH Beck.

Freitag, 31. Mai 2013

Neues und nicht mehr ganz Neues von der Kinderbuchmesse in Saarbrücken

Zwei wunderschöne neue Bilderbücher aus dem österreichischen Residenz Verlag


"Was Flauschiges" ist genauso flauschig, bezaubernd und süß wie das Cover. Eine reizende Geschichte über Freundschaft und Teilen und dabei - trotz aller "Niedlichkeit"- kein bisschen kitschig.

"Jacques, der  Schakal" mit dem Riesenappetit vertilgt einfach ALLES - oder etwa doch nicht????

www.residenzverlag.at

Nicht mehr ganz neu aber auch schön:


Zwei Geschichten zum Thema "Anders Sein" und Freundschaft aus dem BVK - dem Buch Verlag Kempen, dessen ganzes Programm mir gut gefallen hat.

www.buchverlagkempen.de




SOOOO viele tolle Bücher und mein Sohn liest nur....star wars. Seufz!!!



Das war es jetzt aber mit Bildern von der Kinderbuchmesse - schließlich soll es hier ja eigentlich um ältere Kinderbücher gehen...

Donnerstag, 30. Mai 2013

Ausstellung "ganz schön mutig" - internationale Bilderbuchillustrationen in Saarbrücken






"Der schwarze Hund" von Levi Pinfold


"Leopold, der Ritter auf dem Tausendfüßler" von Nicolas Gouny


"Allein im Wald" von Daniela Chudzinski


"Wanda Walfisch" von Sonja Bougaeva


"Ein Hase auf Reisen" von Willy Puchner

Link zur Galerie: http://www.k4-galerie.de/

Dienstag, 28. Mai 2013