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Montag, 16. September 2013

Petri Heil!!!

In den (gefühlt schon wieder sehr sehr lange zurückliegenden) Sommerferien wollte mein Sohn eigentlich Angeln lernen. Dazu sind wir zwar leider nicht gekommen, aber wir haben immerhin dieses tolle Buch zum Anschauen und "Vor-freuen" auf den nächsten Sommer:


Der Kinderbuchverlag Berlin, Berlin DDR 1975


 
 
 
Köder und Werkzeug:
 
 
 
 
 
Besonders schön finde ich diese schwarz-weißen Aquarelle von den angelnden Kindern:



 

 
 

Na dann, Petri Heil!!!!!!!!!!!
 
 

Dienstag, 27. August 2013

Kinderknigge - gar nicht so altmodisch

Ein Knigge für Kinder - und dann noch aus dem Jahr 1967 - das wird sicher recht altmodisch sein... dachte ich.


Bibliographisches Institut, Mannheim/Zürich 1967 

Gar nicht mal so altmodisch wie ich festgestellt habe. Natürlich geht es auch um Ordnung und ums Aufräumen. Dargestelt in amüsanten Vorher/Nachher Bildern wie hier im Kinderzimmer:






oder hier während und nach einer Faschingsparty:





Auch zum Thema "gute Tischsitten" gibt es lustige Vergleichsbilder zweier Familien im Restaurant


  
  
Hauptsächlich geht es in diesem Büchlein aber um den Umgang untereinander und miteinander. Es erklärt die Notwendigkeit, seinen Mitmenschen zu helfen. Sei es nun der hochschwangeren Mutter die Hausarbeit abzunehmen:



Der alten und kranken Nachbarin eine kleine Weihnachtsüberraschung zu bringen:



oder älteren und schwächeren Fahrgästen in der Bahn Platz zu machen:


Aber auch Andere nicht auszugrenzen und Schwächeren zu helfen sind Themen in diesem Kinderknigge. Das könnte man heute glatt als "Anti Mobbing" Regeln lesen. Also keinesfalls antiquiert - sondern (leider) sehr aktuell.
Es gibt sogar ein bemerkenswertes Kapitel "Susannes schlimmstes Erlebnis" in dem es darum geht, wie ein Mädchen bei Dunkelheit in einem Park von einem Fremden bedrängt wird. Mit sehr klaren und deutlichen Worten werden die Kinder vor den Gefahren sexueller Übergriffe gewarnt. Wie ich schon bei meiner Betrachtung der verschiedenen alten Aufklärungsbücher festgestellt habe, werden hier teilweise wesentlich besser Worte gefunden als in den modernen Ratgebern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 26. Juli 2013

Aufklärungsarbeit

Eigentlich hatte ich mir für den Sommerurlaub vorgenommen, meinen Sohn aufzuklären, bevor er nach den Ferien eingeschult wird und seine Klassenkameraden das übernehmen. Ich habe also reichlich Buchmaterial mitgeschleppt, um meine "Mission" zu erfüllen. Irgendwie hat es dann aber doch nicht geklappt, weil Baden im See und Bootfahren uns vollkommen ausglastet hat ;). Ich hatte aber trotzdem viel Vergnügen mit dem ganzen Lesematerial, denn unter meinen Ratgebern befanden sich auch zwei alte Bücher aus den 50er und 60er Jahren. Allein die altertümlichen Beschreibungen sind natürlich amüsant. Allerdings fand ich gerade "Woher kommen die kleinen Buben und Mädchen?" geschrieben 1959 von einem Münchner Erziehungsberater und Psychotherapeut, erstaunlich modern für die damalige Zeit.

Ernst Reinhardt Verlag, München 1959
Er spricht die Kinder direkt an und teilt sein Buch in 18 Fragen ein, auf die er den Kindern Antworten gibt, z.Bsp.: Können auch kleine Mädchen schon Kinder bekommen? oder:  Haben die Buben keine Periode?. Auf eine wirklich nette und respektvolle Art und Weise werden die Fragen beantwortet - verdeutlicht von einfachen schwarz weiß Illustrationen.





Nur die Rolle des Herrn Papa bei der Kinderbetreuung hat sich ja heute zum Glück verändert.

 


Im zweiten Buch "Wir werden Erwachsen" aus dem Jahr 1969 hilft der Vater dagegen schon kräftig bei der Babypflege mit:

Beltz Verlag, Weinheim 1969



Hier haben mich vor allem die zahlreichen Illustrationen gefallen. Ausschließlich in Rottönen, sowie weiß und schwarz gehalten. Es ist eher ein Bilderbuche mit nur sehr kurzen Erklärungen. Allerdings recht sachlich und "steril" und nicht so persönlich wie in "Woher kommen die kleinen Buben und Mädchen?".





 
 

Einige Passagen muss man natürlich in die heutige Zeit "übersetzten" , aber ansonsten haben mir die beiden Bücher sehr gut gefallen - im Gegensatz zu den modernen Ratgebern wirken sie einfach nicht so "gewollt". Ich werde sie bestimmt für mein Vorhaben verwenden, oder ich warte eben doch, bis die Aufklärung auf dem Schulhof erfolgt... ;))